Es ist die Frage, die vor dem Kauf eines Gas-Feuertisches am häufigsten gestellt wird – und die am unklarsten beantwortet wird. „Bis zu 25 Stunden“ steht in vielen Datenblättern, auch in unseren. Die Angabe stimmt. Sie führt trotzdem in die Irre, wenn man nicht dazusagt, worauf sie sich bezieht.
Hier die Rechnung, offen und zum Nachrechnen.
Die Physik dahinter
Propan hat einen Heizwert von rund 12,9 kWh pro Kilogramm. Ein Brenner mit 16 kW Leistung zieht bei voller Flamme also etwa:
16 kW ÷ 12,9 kWh/kg ≈ 1,24 kg Propan pro Stunde
Eine handelsübliche 11-kg-Flasche reicht damit bei voller Flamme für rund neun Stunden. Nicht 25.
Woher kommt die Zahl 25 dann? Von der realistischen Nutzung. Niemand betreibt einen Feuertisch einen ganzen Abend auf Vollgas – das ist weder nötig noch angenehm, die Flamme wird dabei sehr hoch und die Wärme in direkter Nähe zu stark. In der Praxis läuft ein Feuertisch auf etwa einem Drittel bis der Hälfte der Leistung. Und dann stimmt die Angabe:
| Flammeneinstellung | Verbrauch | 11-kg-Flasche reicht |
|---|---|---|
| Voll (16 kW) | ca. 1,24 kg/h | ca. 9 Stunden |
| Halb (ca. 8 kW) | ca. 0,62 kg/h | ca. 18 Stunden |
| Gemütlich (ca. 5–6 kW) | ca. 0,45 kg/h | ca. 24–25 Stunden |
Was kostet ein Abend am Feuer?
Eine Füllung für eine 11-kg-Propangasflasche kostet in Deutschland je nach Anbieter und Region etwa 20 bis 30 Euro (der Flaschenpfand fällt einmalig an und kommt bei Rückgabe zurück). Rechnen wir mit 25 Euro:
- Volle Flamme: rund 2,80 € pro Stunde
- Gemütliche Flamme: rund 1,00 € pro Stunde
Ein typischer Abend – sagen wir vier Stunden draußen, überwiegend auf mittlerer Stufe – landet also bei etwa fünf bis acht Euro. Das ist ungefähr der Preis eines Glases Wein, und es entspricht ziemlich genau dem, was ein guter elektrischer Terrassenheizstrahler an Strom verbraucht.
Praktisch heißt das: Mit einer 11-kg-Flasche kommen Sie über eine ganze Saison mit gelegentlicher Nutzung – bei wirklich intensiver Nutzung sind es eher zwei bis drei Füllungen pro Jahr.
Fünf Dinge, die den Verbrauch spürbar beeinflussen
1. Wind. Der größte Faktor überhaupt. Bei Wind verweht die Wärme, man dreht instinktiv höher – und verbraucht deutlich mehr. Ein Glaswindschutz ist deshalb kein Deko-Artikel, sondern zahlt sich im Gasverbrauch aus.
2. Außentemperatur. Bei 5 °C läuft der Tisch höher als bei 18 °C. Klingt banal, macht aber im Oktober einen echten Unterschied.
3. Flaschengröße. Eine 5-kg-Flasche ist handlicher, aber schneller leer – etwa vier Stunden bei voller Flamme. Für regelmäßige Nutzung ist die 11-kg-Flasche die vernünftigere Wahl.
4. Kälte an der Flasche selbst. Bei Temperaturen nahe null kann der Druck in der Flasche sinken und die Flamme wird kleiner. Das ist kein Defekt, sondern Physik. Eine Gasflaschen-Verkleidung, die die Flasche vor Wind schützt, hilft hier mehr, als man denkt.
5. Lavasteine. Sie speichern Wärme und geben sie ab – dadurch fühlt sich der Tisch bei gleicher Flammenhöhe wärmer an. Wer sie weglässt, dreht höher.
Wie merke ich, dass die Flasche leer wird?
Anders als bei einem Grill kündigt sich das Ende gut an: Die Flamme wird über einige Minuten hinweg niedriger und lässt sich nicht mehr hochregeln. Ein einfacher Trick zwischendurch – lauwarmes Wasser über die Flasche gießen: Bis zum Füllstand bleibt das Metall kühl, darüber wird es schneller warm. Die Grenze ist deutlich zu fühlen.
Unser praktischer Rat: Halten Sie eine zweite, volle Flasche bereit. Nichts ist ärgerlicher, als wenn das Feuer um 21 Uhr ausgeht und der Baumarkt geschlossen hat.
Und Bio-Gas?
Bio-Propan (Bio-LPG) verhält sich chemisch praktisch identisch zu fossilem Propan – gleicher Heizwert, gleicher Verbrauch, gleiche Flamme. Der Unterschied liegt in der Herkunft: Es wird aus Rest- und Abfallstoffen gewonnen und hat eine deutlich bessere CO₂-Bilanz. Unsere Brennersysteme sind dafür freigegeben. Der Preis liegt aktuell noch über dem von fossilem Propan und die Verfügbarkeit ist je nach Region unterschiedlich.
Kurz zusammengefasst
- Volle Flamme: ca. 9 Stunden pro 11-kg-Flasche, ca. 2,80 €/Stunde
- Gemütliche Flamme: ca. 25 Stunden pro 11-kg-Flasche, ca. 1,00 €/Stunde
- Ein normaler Abend kostet fünf bis acht Euro
- Windschutz senkt den Verbrauch spürbar
- Zweite Flasche bereithalten
Alle Alvona-Feuertische arbeiten mit 16 kW, stufenlos regelbar, elektronischer Zündung und Abschaltautomatik. Gasschlauch und Druckminderer liegen bei – nur die Flasche holen Sie selbst im Baumarkt.